Wissel 2015

Endlich war es da, das Wochenende – nein, DAS Wochenende am Wisseler See. Das Wetter war überhaupt kein Thema, hatte der Wetterbericht doch frühzeitig bekannt gegeben, dass es sonnig werden sollte. Also, das Wochenende war da und das übliche Prozedere begann, nämlich: Das Auto beladen! Egal, ob es sich um 2 Tage oder sechs Wochen handelt – die Anzahl und der Umfang der mitzunehmenden Requisiten sind immer gleich und das Auto immer voll. 

Dann ging es los, ach, war das Wetter schön und die Klimaanlage im Auto auch.Ankommen, einchecken, ab zum Platz und in Windeseile aufgebaut. Windeseile? Windeseile? Von wegen. Schon nach der ersten körperlichen Anstrengung, nämlich das Aussteigen aus dem Auto, gab es den ersten Schweißausbruch. Und plötzlich war das Wetter doch ein Thema.MANN, WAR DAS HEIß. 36 Grad im Schatten und gar kein Schatten da. Schon nach wenigen Handgriffen war der erste Liter Wasser ausgetrunken. Nach vielen Pausen und etlichen Litern Wasser stand das Zelt. – Zwischenzeitlich kamen auch die anderen Grün-Weiß-Camper.Sven mit Jannika, Willi mit Anna, Tim, Lisa und „Glöckchen“ (den richtigen Namen weiß ich nicht), Nine und Robyn, Mella und Mattes, Anja und Joachim, Micha mit Yvonne, Tom und Milla. Na ja, Ulrike und ich waren ja schon da. Alles in Allem eine richtig nette Truppe. Grün-Weiß eben. 

Aber diesmal habe ich zum ersten Mal die Wohnwagen-Clique beneidet. – Wie schnell die fertig waren. Als dann unser Grün-Weiß-Pavillon stand mit neuen, in der Höhe verstellbaren Tischen, wurde es gemütlich, – wenn man im Schatten stand oder saß oder lag. Mit einem gut gekühlten Bierchen oder so. MANN, WAR DAS HEIß. Das war so was von heiß. Also, ab zum Strand. Wenn Joachim gekonnt hätte, würde er seinen kabelgebundenen Ventilator dorthin mitnehmen. Ging eben nicht. Aber hallo, war das ein Gewimmel. Es gab da so einige Leute, die Abkühlung im See suchten. Und die Rutsche erst. Brechend voll. Da bekommt man ja einen Hitzschlag vom langen Warten in der Sonne. 

Die ersten Schritte in den See versprachen Kühlung, aber wenn man da erst drin war, war es wieder warm. Am späten Abend, frisch geduscht und doch verschwitzt, wurde gebrötschelt. Fleisch, Würstchen und was es sonst noch alles gibt, wurde gebräunt, gegart oder, wenn man nicht aufpasse, verbrannt. Nach dem Spülen kam der gemütliche Teil. Ein wenig Musik, kühle Getränke, Herz, was willst du mehr. Camping ist der Zustand, in dem der Mensch seine eigene Verwahrlosung als Erholung empfindet. Genauso ist es und es macht Spaß. Sieben Kinder und zwölf Erwachsene können sich nicht irren. 

Der folgende Samstag begann mit einem ausgiebigen Frühstück, wobei mein Gas Grill zum Einsatz kam. Überbackene Baguettes sind schon lecker. Der restliche Tag verlief ähnlich wie der davor. Großartige Aktivitäten waren nicht so richtig gewollt, denn … MANN, WAR DAS HEIß. 40 Grad waren in der Region angesagt. Während die meisten den See bevorzugten, fuhren einige mit dem Auto (Klimaanlage) zum Schloss Fotoausstellung ansehen, oder nach Xanten Eis essen. Der anschließende Abend verlief etwas ausgiebiger, sodass ich am nächsten Morgen das Frühstück verpasst habe. 

Dann hieß es wieder einmal „ Abschied nehmen“. Noch einmal zum See, bis eine DLRG-Durchsage auf ein heran nahendes Gewitter aufmerksam machte und den Badestrand sicherheitshalber schloss. Ein guter Grund um nach Hause zu fahren. Bis zum nächsten mal. Ich freue mich jetzt schon darauf. Hoffentlich haben wir wieder schönes Wetter, aber nicht so HEIß… also, bis zum nächsten WISSELN


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